Trailrunning ist ein echter Outdoorsport. Es bedeutet Schweiß, Anstrengung und Überwindung – dafür wirst du mit unendlichen Glücksgefühlen belohnt. Was du aber vor allem brauchst, ist eine perfekte Vorbereitung auf dein Trailrun-Abenteuer. Damit du dein Ultralauf-Projekt erfolgreich durchziehen und deinen inneren Schweinehund überwinden kannst, geben dir unsere Mitarbeiter und Trailrunner Mikhail Mamleev und Fabian Haas sieben wertvolle Tipps.

1. Strukturiere dein Training

Laufen ist ein simpler Sport. Schuhe schnüren und ab geht’s. Ein Ultratrail ist aber eine besondere Herausforderung und verdient ein etwas strukturierteres Training. Am besten bestehend aus langen Läufen (bis zu ca. 50% der Wettkampfdistanz), Intervalltrainings, lockere und etwas längere Läufe (ca. 2 Stunden). Du wirst sehen, welche Fortschritte du schon in kurzer Zeit machst – und dann macht es ja gleich doppelt Spaß!

2. Plane deine Zeit

So eine Vorbereitung auf einen Ultralauf kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Job, Familie und Freunde nicht zu kurz kommen sollen, ist dein Organisationstalent gefragt. Training in der (verlängerten) Mittagspause oder am späten Abend etwa. Wenn du deinen inneren Schweinehund überwindest und am frühen Morgen trainierst, liegt dir der Tag danach zu Füßen. So hart es auch sein mag, sich um 5 aus dem Bett zu quälen, so gut ist das Gefühl, allen anderen einen Schritt (oder Lauf) voraus zu sein.

3. Halte Essen bereit

Während der Vorbereitungszeit wirst du großen Hunger haben. Ständig. Überall. Schließlich verbrauchst du auch wahnsinnig viele Kalorien. Im Internet finden sich zahlreiche Diäten für Ultraläufe – es bleibt dir überlassen ob du dich daran hältst oder einfach nach Lust und Laune darauf losfutterst. Und noch etwas: Während der langen Läufe wirst du Energieriegel oder –gels brauchen. Die meisten davon schmecken mittelmäßig und sind nicht gerade billig. Du kannst Riegel aber auch einfach selber zubereiten. Rezepte dafür findest du zu Hauf im Netz.

4. Ausreichend Trinken

Was du während deines Trainings unbedingt beachten sollest: trinken, trinken, trinken! Viele Sportler schwören auf isotonische Getränke, andere greifen lieben zu Wasser. Wie auch immer, es gilt die altbekannte Weisheit: Wenn du Durst verspürst, dann hast du den perfekten Zeitpunkt zum Trinken bereits verpasst. Am besten trinkst du oft und regelmäßig: Wenn du alle 20 Minuten 125 bis 150 ml trinkst, steht dir von dieser Seite nichts mehr im Wege. Richtiges Trinken trägt nicht nur dazu bei, dass du leistungsfähig bleibst, sondern es fördert auch eine schnellere Regeneration.

5. Beachte das Wetter

Wenn du in der Stadt laufen willst, ist das Wetter nicht weiter von Bedeutung. Es dient allenfalls als fahle Ausrede, um zu Hause zu bleiben. Bei Läufen im Gebirge ist das anders. Ein Berglauf im Gewitter ist nicht nur sehr unangenehm (will heißen kalt, matschig, keine Sicht) sondern auch gefährlich. Trailrunning ist ein echter Outdoorsport, das macht einen guten Teil der Faszination aus. Das bedeutet aber auch, du solltest die Natur und das Wetter stets beobachten und darauf reagieren.

6. Bleibe motiviert

Wenn du eine – sagen wir – dreimonatige Vorbereitungszeit beginnst, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass das eine ziemlich lange und harte Zeit sein kann. Am besten suchst du dir kleine Motivationshilfen – diese können von Läufer zu Läufer sehr verschieden sein:

  • Motiviert es dich, deine Läufe auf dem Computer oder auf dem Smartphone auszuwerten? Dann solltest du dir eine GPS-Uhr zulegen und die Läufe mit der App synchronisieren.
  • Bereitest du dich zusammen mit anderen auf deinen Lauf vor? Dann gründe doch eine Trainingsgruppe!
  • Siehst du einen Lauf als großes Abenteuer? Warum führst du kein Tagebuch über deine Vorbereitung?
  • Warum setzt du dir kein Zwischenziel? Nichts motiviert mehr als ein Wettkampf während deiner Vorbereitungsphase. So kannst du deine Form testen, Wettkampfluft schnuppern und einen langen Lauf zusammen mit anderen Trailrunnern absolvieren.

7. Teste alles vorher

Obwohl Laufen, wie erwähnt, ein simpler Sport ist, gibt es doch einiges an Ausrüstung, was du benötigen wirst: Schuhe, Socken, Hosen, Shirts, Rucksack, Stöcke, Schildmütze, Uhr, Jacke usw… Dazu kommt die oben erwähnte Ernährung während des Laufs (Riegel oder Gels). Wichtig ist, dass du alles vor dem großen Rennen testest und dadurch nichts dem Zufall überlässt. Beim Rennen hältst du dich dann genau an das, was du schon kennst und machst keine Experimente. Auch nicht, wenn die Wassermelone am Verpflegungsstand so verlockend aussieht – am besten du bleibst bei der Ernährung die du schon getestet hast.

Testen solltest du natürlich auch die verschiedenen Tages- und Nachtzeiten, Terrains, Steigungen und Gefälle und Temperaturbedingungen.

Enjoy!

Am Ende übst du dein Hobby aus – und darauf solltest du dich auch fokussieren. Wichtig ist, dass du Spaß bei der Sache hast. Diesem Ziel solltest du alles andere unterordnen. Natürlich musst du öfters auf die Zähne beißen und dich aufraffen, der Fun-Faktor darf aber nie zu kurz kommen. Genieß die Natur und die Berge, erlebe wie du selbst an der Herausforderung wächst und genieße vor allem das Gefühl, bei einem großen Abenteuer dabei zu sein.

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