Aluminium oder Karbon als Rahmenmaterial? Als Faustregel ist allgemein bekannt: je fester, steifer und trotzdem leichter der Rahmen, desto besser die Fahrleistung. Wir geben dir Tipps zur Wahl des richtigen Fahrradrahmens.

Fahrradrahmen Scott

Foto: Scott

Warum ist die Wahl des richtigen Rahmenmaterials wichtig?

Es wirken verschiedene Kräfte auf dein Fahrrad ein:

  1. Die Kraft deines eigenen Gewichts als Fahrer als dauerhaftes Biegemoment.
  2. Die sogenannte Torsionskraft, die du durch die Tretbewegung der Pedale erzeugst.
  3. Das Biegemoment, das zusätzlich beim Bremsen und durch Stoßkräfte bei Unebenheiten entsteht.

Man kann sich das am besten so vorstellen, dass an einem Fahrradrahmen ständig gebogen, gezogen und gedrückt wird. Je sportlicher man auf einem Fahrrad unterwegs ist, desto größer die Strapazen für den Rahmen. Je besser ein Rahmen diese Strapazen kompensiert, desto höher der Fahrkomfort. Und je höher der Fahrkomfort, desto effizienter die Umsetzung der selbst eingesetzten Muskelenergie in sportliche Leistung.

Ein Rahmen muss also einiges aushalten und sollte die Energie des Fahrers nicht durch zu elastisches Material oder zu hohes Eigengewicht für sich selbst verbrauchen. Deshalb versucht man, Materialien mit den bestmöglichen Festigkeits-Eigenschaften zu verwenden und dabei gleichzeitig Gewicht einzusparen.

Aluminium: Preisgünstigere Variante zur Stahlkonstruktion.

Um auch mit deutlich leichteren Aluminiumlegierungen optimale Stabilität zu erzielen, wird das Volumen des Fahrradrahmens durch Hohlrohre vergrößert. So werden die Kräfte, die auf einen Rahmen einwirken, über mehr konstruktive Fläche verteilt. Da Aluminium deutlich leichter ist als Stahl, hat es sich auch weitestgehend als Standardmaterial für Fahrradrahmen durchgesetzt. Wer ein robustes Trekking- oder City-Bike benötigt, trifft mit Aluminiumrahmen immer eine gute Wahl.

Foto: Scott

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Karbon: Bevorzugte Wahl für Spezialisten und Profis.

Kohlefaserverstärkter Kunststoff (Carbon fiber) spielt vor allem bei der Feinabstimmung eines Rahmens auf die speziellen Anforderungen des Radfahrers oder des Einsatzbereichs eine Rolle, zum Beispiel bei einem Rennrad, BMX oder Mountainbike. Die jeweils notwendigen Materialeigenschaften werden nämlich durch stabilisierende Faserkonstruktionen im Inneren dieses Werkstoffs erreicht. Wenn der Rahmenkonstrukteur weiß, welche Kräfte in erster Linie auf den Rahmen einwirken, und welche Kräfte eher keine so große Rolle spielen, kann man diese Vorgaben beim inneren Aufbau der Karbonfasern berücksichtigen und somit auch überflüssiges Gewicht im Rahmen einsparen. Das aufwändige Herstellungsverfahren hat natürlich auch seinen Preis. Dafür hat man aber ein Fahrrad, das optimal auf seinen speziellen Zweck abgestimmt ist.

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