SPORTLER-Mitarbeiterin und Personal Trainer Sabrina Puddu hat eine Leidenschaft für Fitnesstraining, Bike und Running. Viele Jahre spielte sie Basketball, neuerdings hat sie, neben zahlreichen anderen Diplomen, einen Ausbildungslehrgang im Bereich Funktionsgymnastik erfolgreich absolviert. Um zu verstehen, was funktionelles Training ist und wofür es gut ist, packen wir die Gelegenheit beim Schopf und stellen Sabrina einige Fragen.

Funktionelles Training

Funktionelles Training mit Kettlebell

Sabrina, du beschäftigst dich seit einiger Zeit mit funktionellem Training. Was ist das?

Funktionelles Training ist auf das korrekte Funktionieren mehrerer Muskelgruppen ausgelegt und stärkt den gesamten Körper. Ziel der Funktionsgymnastik ist es, kurz gesagt, eine körperliche Grundkondition aufzubauen.

Was hat dich dazu gebracht, dich für fuktionelles Training zu interessieren?

Ich wollte zunächst wissen, was das Wort funktionell im Zusammenhang mit Fitnessübungen zu tun hat. Zweitens war ich etwas angeödet vom herkömmlichen Krafttraining, das im Grunde nur einzelnen Muskeln zugute kommt. Beim funktionellen Training hingegen werden gezielt ganze Muskelketten gestärkt und Bewegungsabläufe trainiert. Daher habe ich mich in die Welt des Funktionstrainings gestürzt.

Was ist funktionelles Training?

Wie das Wort funktionell schon sagt: Funktionelles Training ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern hat Sinn und Zweck und ist anwendungsorientiert. Es geht um Bewegungsabläufe, die jeder von uns aus dem Alltag kennt und welche gezielt trainiert werden. Es ist nicht Ziel funktioneller Gymnastik, den Körper sichtbar muskulöser zu machen oder die Kilos purzeln zu lassen (auch wenn das positive Nebeneffekte sein können), sondern den Körper als Ganzen und das Zusammenspiel aller Muskeln so zu trainieren, dass flüssige, runde Bewegungsabläufe möglich werden. Bewegungsabläufe, die dem Menschen angemessen sind. Funktionelles Training baut daher auf ein gewisses Maß an Muskelkraft, auf Muskelelastizität und erweitert den Bewegungsspielraum von Gelenken. Die Bewegungen, die wir im Alltag machen, fußen auf einem sehr komplexen Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken. Jede Bewegung ist im Grunde eine andere, nicht standardisiert, nicht fix. Gewöhnliches Kraftraining steigert lediglich die Muskelkraft, die uns aber an sich im Alltag nicht wirklich viel bringt. Funktionelles Training hingegen erhöht die Leistungsfähigkeit des gesamten Körpers, was beim Sport genauso von Vorteil ist wie im täglichen Leben.

Funktionelles Training

Übung Funktionsgymnastik auf Matte

Kannst du uns Beispiele nennen für „alltägliche Bewegungen“?

Eine ganz simple alltägliche Bewegung ist die, nach dem wohlverdienten Erholungsschlaf aufzustehen. Etwas vom Boden aufzuheben. Dass wir dabei meistens anstelle der Knie den Rücken beugen, ist ungeschickt und kann mit einem Bandscheibenvorfall enden. Funktionelles Training ist ganzheitlich und berücksichtigt, dass der menschliche Körper von Bewegung lebt. Im Idealfall vom perfekten Zusammenspiel aller Muskeln, das durch funktionelles Training optimiert wird. Bei vielen der Übungen wird das eigene Körpergewicht eingesetzt. Das Ergebnis ist ein gekräftigter Körper mit ausgewogenem Muskeltonus.

Welche Art von Übungen machen funktionelles Training aus?

Die Übungen zielen darauf ab, das allgemeine körperliche Wohlbefinden zu steigern. Neben Kraft und Ausdauer werden Koordination, Schnellkraft und Gleichgewicht verbessert. Bewegungen schnell, koordiniert und spannungsgeladen auszuführen, ist das Ziel. Im Idealfall ist ein gut trainierter Körperbau der positive Nebeneffekt.

Wie sieht eine Trainingseinheit aus?

Nach einer Aufwärmphase wechseln Übungen mit Trainingsutensilien mit Übungen ohne Geräte ab. Zu den Basis-Übungen zählen Sprünge. Sehr wichtig sind auch Ruhe- und Erholungsphasen. Zu den verwendeten Utensilien zählen Kugelhanteln, Hanteln, Gymnastikball, Kabelzug, Balance Board usw.

Funktionelles Training

Funktionelles Training mit Medizinball

Wie integrierst du funktionelles Training in deinen allgemeinen Trainingsplan?

Das funktionelle Training ist eine tolle Alternative zu gewöhnlichem Fitnesstraining. Die Übungen sind abwechslungsreich und alles andere als langweilig. Eine tragende Rolle spielt Funktionsgymnastik als Aufbautraining für eine Reihe von Sportarten. Es erhöht die Leistungsfähigkeit, verbessert den Muskeltonus usw.

Wem empfiehlst du funktionelles Training?

Funktionsgymnastik ist so vielseitig, dass für Jeden das Richtige dabei ist. Der Eine hat es auf eine bessere Kondition abgesehen, der Andere hat gewöhnliche Fitnessübungen einfach satt und sieht sich nach Abwechslung um. Oder man trainiert gezielt bestimmte Muskelgruppen. Die Wurzel des funktionellen Trainings ist ja die Rehabilitation von Verletzungen. Als Bewegungstherapie kann sie Menschen helfen, die nach Hirnverletzungen (Schlaganfälle, Amnesie usw.) bestimmte Bewegungsabläufe neu zu lernen versuchen. Für ältere Personen ist Funktionsgymnastik die richtige Wahl, um dem körperlichen Verfall ein Schnippchen zu schlagen. Auch die Volkskrankheit Kreuzschmerzen und der ganze damit zusammenhängende Formenkreis erfahren durch gezielte Übungen Linderung.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Es ist wichtig, Muskeln, Sehnen und Gelenke nicht zu überlasten. Übungen und verwendete Trainingsgeräte sind entsprechend der jeweiligen körperlichen Fitness zu wählen. Das Training sollte nicht länger als 45 Minuten dauern, für den Anfang reichen zwei Trainingseinheiten pro Woche aus. Aufwärm- und Dehnübungen nicht vergessen.

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