Der Giro-Alltag: Billige Hotels und viel Nudeln

>Der Giro-Alltag: Billige Hotels und viel Nudeln

Vom flachen Süden ging es beim 101. Giro d’ Italia Schritt für Schritt in Richtung Norden. Jetzt sind die Radprofis angekommen in den Alpen. Den Monte Zoncolan haben sie schon hinter sich gebracht, doch es warten zwei weitere Hammer-Etappen. Wie schaffen es die Radfahrer über einen so langen Zeitraum fit zu bleiben?

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(Bild: Bettiniphoto) Um als Radprofi erfolgreich zu sein, braucht es viel Blut, Schweiß und Tränen.

Um als Radprofi erfolgreich zu sein, braucht es viel Blut, Schweiß und Tränen. Viel Training, Stunden auf dem Fahrrad. Auch dann, wenn die Lust in die Pedale zu treten gleich null ist. Und das Leben als professioneller Radfahrer ist auch nicht immer so glamourös, wie man sich das vielleicht vorstellen mag. Billige Hotel-Absteigen und muffige Betten. Das alles gehört ebenfalls zum Alltag einer großen Radrundfahrt dazu. Auch für Patrick Konrad, der beim 101. Giro d’ Italia für das deutsche Bora-Hansgrohe-Team an den Start geht. Als der Niederösterreicher nach der längsten Giro-Etappe, 244 Kilometer von Penne nach Gualdo Tadino, sein Hotelzimmer betrat, traute er seinen Augen nicht. Nicht nur wegen des traumhaften Ausblicks auf ein Industriegebiet. „Ich wollte gar nicht wissen, was die roten Spritzer auf dem Bett waren“, sagt Konrad.

Top-10-Platz ist für Konrad in Reichweite

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(Bild: Bettiniphoto) Zwar hat Patrick Konrad nach der kraftraubenden Etappe auf den Monte Zoncolan ein bisschen Zeit verloren. Doch im Großen und Ganzen ist alles noch im Lot.

Sportlich hingegen läuft es gut für Konrad. Er darf beim heurigen Giro auf die Gesamtwertung gehen. Sein großes Ziel, ein Platz unter den besten Zehn, ist nach wie vor in Reichweite. Aktuell steht der 26-Jährige auf dem zehnten Rang in der Gesamtwertung. Zwar hat er nach der kraftraubenden Etappe auf den Monte Zoncolan ein bisschen Zeit verloren. Doch im Großen und Ganzen ist alles noch im Lot. Und auch einige Top-10-Platzierungen bei einzelnen Etappen konnte Konrad für sich verbuchen. In Führung liegt weiterhin der Brite Simon Yates, der zudem schon drei Etappensiege für sich verbuchen konnte.

Mit dem Zeitfahren von Trient nach Rovereto biegt der heurige Giro d’ Italia auf die Zielgerade ein. Fünf Etappen stehen danach noch auf dem Programm. Die letzte in Rom, wo auch das Ziel des Giros sein wird. Zuvor müssen die Profis aber noch zwei schwere Tage überstehen. Die 19. und 20. Etappe (unter anderem geht es in den Skiort Sestriere) haben es in sich. Spätestens dort trennt sich auch in der Gesamtwertung die Spreu vom Weizen. Damit es für Konrad mit dem angepeilten Top-10-Platz klappt, ist seine Freundin Klara zu ihm ins Trentino gekommen. Also Extra-Motivation sozusagen. Sie wird auch in Rom mit dabei sein, wenn der Giro d’Italia zu Ende geht.

Besonders wichtig? Das richtige Essen!

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(Bild: Ralph Scherzer) Wichtig ist vor allem das richtige Essen“, sagt Patrick Konrad und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Und wir essen viel.“

Wie schafft es ein Radprofi eigentlich, über einen so langen Zeitraum immer topfit zu sein? „Wichtig ist vor allem das richtige Essen“, sagt Patrick Konrad und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Und wir essen viel.“ Das Bora-Hansgrohe-Team hat immer seinen eigenen Koch mit dabei. Der weiß ganz genau, was die Sportler brauchen und was nicht. Denn wichtig ist nicht nur dass viel gegessen wird, sondern auch das richtige. Und nein, es ist kein Klischee: Nudeln gehen immer. Am Morgen, zu Mittag, am Abend. Allerdings darf die Soße variieren. Zumindest etwas. Patrick Konrad muss mit dem Essen ganz besonders aufpassen. Weil er eine Lebensmittel-Unverträglichkeit hat, darf er nicht alles essen. Darauf wird penibel geachtet – nicht nur beim Giro, sondern auch daheim. Doch der Teamkoch hat auch das auf dem Schirm. Er macht für Konrad, der ein ausgesprochener Kaffee-Liebhaber ist und zuhause seine eigene Espressomaschine hat, ein eigenes Essen. Alles kein Problem, alles für den Erfolg.

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2018-06-11T11:02:51+00:00

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