Der Klettersport erfreut sich immer größerer Beliebtheit und Begeisterung. In den Städten entstehen Kletterhallen und viele Klettergärten werden erschlossen. Der Klettersport boomt, aber warum? Klettern ist trendig, cool und gesund. Alle Neueinsteiger brauchen ein Paar Kletterschuhe. Aber welche sind die besten? Mit Klettverschluss oder als Schnürschuh? Mit viel Vorspannung und Downturn? Tipps und Empfehlungen, die beim Kauf von Kletterschuhen hilfreich sind, gibt’s hier.

Kletterschuhe: Allgemeines für Neueinsteiger

Kletterschuhe sind vergleichbar mit Socken, sie umhüllen den Fuß gänzlich. Im Fersenbereich sind Schlaufen angebracht, um das Anziehen zu erleichtern. Sie verfügen über eine Zwischensohle und eine Gummisohle mit hervorragender Reibung. Kletterschuhe ermöglichen auf kleinsten Tritten zu stehen und helfen, das Körpergewicht optimal über die Trittfläche zu bringen, ohne abzurutschen. Bei vielen Modellen läuft ein Gummirand oberhalb der Sohle um den Kletterschuh. Dieses Band gibt dem Kletterschuh Halt und baut die Vorspannung auf. Ein passender Kletterschuh muss sehr eng am Fuß sitzen, die Zehen sind leicht aufgestellt und stoßen dabei vorn am Schuh an. Der Druck des Kletterschuhs sollte möglichst gleichmäßig über den ganzen Fuß verteilt sein. Je nach Modell und Marke muss der Schuh bis zu 1 – 3 Schuhgrößen kleiner gekauft werden. Wichtig ist, dass er den Fuß satt umschließt, aber auf keinen Fall darf der Druck schmerzen!

La Sportiva – Katana

Ein Allrounder, top und sehr empfehlenswert! Eignet sich für Anfänger genauso gut wie für erfahrene Sportkletterer. Zwei gegengleiche Klettverschlüsse garantieren eine präzise Passform. Übrigens: Den Katana von La Sportiva gibt es auch mit Schnürverschluss. Beide Modelle passen für Kletterer mit eher schmalen bis durchschnittlich breiten Füßen.

Kletterschuhe: welche Passform?

Je nach Modell und Hersteller unterscheiden wir verschiedene Passformen. Hier fallen die Begriffe Vorspannung und Downturn. Die Vorspannung beschreibt die Form, die beim Aufziehen des Gummis über die Ferse entsteht. Kletterschuhe mit viel Vorspannung, haben eine bananenartige/regenbogenartige Form. Diese hilft später beim Klettern, die Tritte lassen sich besser und mit mehr Kraft durchführen. Downturn ist die Biegung der Sohle zwischen Ferse und Zehenspitzen, diese hilft bei kleineren Tritten besseren Halt zu finden.
Vorspannung und Downturn sind unterschiedliche Dinge, aber sie finden sich häufig in einem Schuh wieder (Miura – La Sportiva oder Booster – Scarpa).
Kletterschuhe für Anfänger sollten nicht stark gekrümmt sein, sie haben eine eher flache Sohle.

Scarpa – Boostic

Der Kletterschuh Boostic von Scarpa ist ein verlässlicher Kletterschuh für anspruchsvolle Sportkletterer. Er bietet dank Vorspannung maximale Performance, unglaublichen Fersenhalt und eine optimale Passform. Der Boostic vereint Präzision und Sensibilität.

Für Anfänger ist ein Schuh ohne, oder mit geringer Vorspannung mit einer härteren Sohle empfehlenswert. Auf kleinen Leisten oder Tritten sind Kletterschuhe mit härterer Sohle besser geeignet, da weniger Krafteinsatz im Zehenbereich notwendig ist.

Kletterschuhe: Material und Beschaffenheit

Material
Traditionell werden Kletterschuhe aus Leder gemacht. Leder punktet mit angenehmem Fußklima, gutem Sitz und hoher Haltbarkeit. Kunststoff hingegen verliert kaum die Form, ist allerdings geruchsintensiver und nicht so bequem.

Verschluss
Schlüpfer oder Slipper sind ohne Verschluss, wie der Kletterschuh Stix von Scarpa. Kletterschuhe mit Schnürung lassen sich sehr gut an die eigene Fußform anpassen, eignen sich für schmale und breite Füße wie der Kletterschuh Genius von La Sportiva. Kletterschuhe mit Klettverschluss lassen sich recht schnell an- und ausziehen, sie bieten mehr Stabilität als ein Slipper und weniger als ein Schnürschuh (Five Ten – Hiangle).

Hart oder weich?
Das ist eigentlich mehr individuell, je nach Geschmack und bevorstehender Kletterroute. Weiche bieten mehr Sensibilität für kleine Tritte und passen sich gut dem Fuß an. Harte hingegen werden bei längeren Strecken bevorzugt, die Füße ermüden nicht so schnell. Erfahrene Kletterer besitzen meistens mehrere, verschiedene Paar Kletterschuhe: Weiche für kurze Routen, Boulder und Reibungsklettereien und härtere für kleine Tritte und längere Routen.

Einige Tipps aus direkter Hand vom Verkaufsexperten.

„Was die Modelle für Anfänger betrifft, empfehle ich erfahrungsgemäß bei La Sportiva 2 – 3 Schuhgrößen kleiner als die übliche Schuhgröße, und bei Scarpa 1,5 – 2 Größen.“ In Bezug auf die Größe spielen viele, vor allem individuelle Faktoren, wie Können, Form des Fußes, Anwendungsgebiet und Wetterbedingungen, eine Rolle.

Mein Vorschlag für Neueinsteiger:

Und für Fortgeschrittene:

„Ich hab mir den neuen Kataki von La Sportiva spendiert, eine Evolution des Katana – vielseitig und mit höchster Performance.“

Der Kletterschuh Kataki von La Sportiva eignet sich für Rissklettereien und überhängende Passagen, dank innovativer S-Heel-Konstruktion bietet er mehr Stabilität und vermeidet eine Außenrotation beim Heel Hook. Das P3-System sorgt für Stabilität und Vorspannung. Die ¾-Sohle lässt sich einfach wiederbesohlen. Das Damenmodell ist im Material etwas weicher und komfortabler gehalten.

Outdoorfeeling in Einklang mit der Natur! Für Klein und Groß!

Ich hoffe es ist mir gelungen allen Neueinsteigern und Interessierten mit meinen Tipps und Informationen bei der Wahl der Kletterschuhe geholfen zu haben. Ich freue mich über jeden Kommentar und individuelle Erfahrungen.

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