Der SPORTLER-Fachverkäufer Dietmar „Didi“ Greif gibt im Interview Tipps zum Kauf eines Mountainbikes und erklärt, worauf es ankommt.

 Dietmar Greif SPORTLER Fachberater

Worauf muss man beim Kauf eines Mountainbikes achten?

Ganz wichtig beim Rad-Kauf ist die richtige Rahmenhöhe, denn damit steht und fällt das Wohlbefinden auf dem neuen Rad. Eine solide Schaltung, gute Bremsen (mittlerweile überall hydraulische Scheibenbremsen) und ein stabiler, leichter Rahmen sind eine gute Basis für den Fahrspaß im Gelände. Besonders Einsteigern würde ich empfehlen, sich eingehend im Shop beraten zu lassen, um aus den verschiedenen Mountainbike-Kategorien (Cross-Country, All-Mountain, Enduro, usw.) das richtige Bike herauszufiltern. Denn mit dem richtigen Bike macht es erst richtig Spaß!

 

Welche Trends waren beim Mountainbike in den letzten Jahren zu erkennen?

Das sind eindeutig die neuen Reifengrößen: 29 Zoll und 27,5 Zoll. Eine wirkliche (R)Evolution im Bike-Bereich. Durch die größeren Reifen sind Hindernisse besser „überfahrbar“. Große Reifen haben außerdem den Vorteil, dass die Rahmenhöhen kompakter ausfallen. Dies ist für den Biker insofern gut, als dass er mehr „im“ als „auf“ dem Fahrrad sitzt. Ein weiterer Vorteil ist die entspanntere, aufrechtere Sitzposition auf Bikes mit größeren Reifen. Eine weitere Innovation der letzten Jahre sind intelligente Federungssysteme, die sich von selbst dem Fahrverhalten anpassen. Bergauf straff bis blockiert, bergab gedämpft für maximale Bodenhaftung und Komfort.

 

Welche Vorteile bietet ein Carbon-Rahmen?

Carbon ist eines der besten Materialien für den Rad-Rahmenbau. Nicht umsonst wird es in der Luft- und Raumfahrt wegen seines geringen Gewichtes und der hohen Stabilität verwendet. Leichtigkeit, Steifigkeit und gute Vibrationsabfederung sind die Hauptargumente für Radrahmen aus Carbon. Allerdings zählen nicht nur technische Faktoren, sondern auch optische – und da eignet sich die Kohlefaser wiederum hervorragend. Eingebettete Tret- und Lenklager, innen verlaufende Kabelzüge und fließende Formen lassen das Rad wie aus einem „Guss“ aussehen.

 

Welche Fehler werden beim Bike-Kauf häufig gemacht?

Da gibt es viele. Angefangen bei der falschen Rahmenhöhe, bis hin zum falschen Bike-Typ. Ein Genussfahrer nimmt eine aufrechtere Position des Oberkörpers ein, ein Rennfahrer eine gestrecktere. Auf einem Trail mit groben Wurzeln brauche ich mehr Federweg als auf einem Forstweg. Ansprüche sind unterschiedlich, Bikes auch.

Dietmar Greif SPORTLER Fachberater

Welches Zubehör/welche Ausstattung sollte jeder Mountainbiker bei sich haben?

Vor allem einen guten Helm, der die Stirn gut zudeckt und gut am Kopf anliegt. Ein Rucksack mit 10 bis 30 l Fassungsvermögen, ein Mini-Werkzeugset im Klappmesserformat und ein Erste-Hilfe-Set sollten immer dabei sein. Auch eine Banane, ein paar Nüsse und genügend Flüssigkeit sollte man immer dabeihaben. Die Faustregel: „Iss, bevor du Hunger hast und trink, bevor du Durst hast“ sollte man besonders auf längeren Touren einhalten, um eine „Hungerrast“ zu vermeiden.

 

Warum E-Mountainbikes?

E-Mountainbikes sind stark im Kommen. Sie sind ideal, um Konditionsunterschiede beim Fahren in der Gruppe auszugleichen. So haben auch weniger trainierte die Chance, am Berg mitzuhalten. Mit den modernen Antriebsystemen vom Bosch sind Anstiege bis zu 1.000 Höhenmeter durchaus realistisch. Das ideale Terrain für E-Mountainbikes sind allerdings eher Schotterstraßen, da die Fahrräder für den richtigen Geländeeinsatz noch zu schwer sind. Im leichten Gelände kann mit einem E-Mountainbike durchaus Spaß haben, mit Leichtigkeit bergauf fahren, um dann den Ausblick von oben zu genießen.

 

Möchtest du dich gerne persönlich beraten lassen? Dann freuen wir uns auf deinen Besuch in einer unserer Filialen.

 

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