OutDoor. Der Name der Messe ist bereits Programm: die Sonne im Buchstaben „O“, die Sichel des Mondes im „D“. Im Freien sein, draußen, unter dem Himmelszelt. Das Leben in allen Facetten genießen.
Einen prickelnden Willkommensgruß, der uns mehr als nur ein Lächeln abringt, gibt’s bei unserem ersten Lieferantenbesuch auf der OutDoor 12 – in Form eines leckeren Fruchtcocktails. Serviert… in einer kleinen Thermosflasche mit Strohhalm!

Zum 19. Mal findet die OutDoor im beschaulichen Städtchen Friedrichshafen am Bodensee statt. Das Messegelände liegt mitten im Grünen, rundum Felder und Weinberge, die Lust machen auf Urlaub und Faulenzen. Wir übernachten nicht im Zelt, wir besichtigen auch nicht Friedrichshafen – und landen trotzdem sofort in einer spannenden, farbenfrohen Welt, deren gemeinsamer Nenner die Liebe zu Aktivitäten im Freien ist.

Berge. Berge sind ein Motor, der nie aufhört, Inspiration für Innovation und Fortschritt zu sein. Der unzählige Begeisterte pausenlos zu neuen Herausforderungen anspornt, der Kraft gibt, nahezu Unmögliches zu schaffen, vom Klettern und Bouldern über’s Wandern und Trekking bis hin zum Trail Running und zum klassischen Alpinismus. Outdoor begeistert. Der Enthusiamus und die Professionalität der Aussteller überrascht uns positiv!

Unser Messebesuch ist eine Dienstreise. Als Redakteurinnen des Sportler Online-Shops knüpfen wir innerhalb von zwei Tagen eine Reihe von Kontakten, stopfen unsere Koffertrolleys mit Katalogen und Fachzeitschriften voll und versuchen, Trends aufzuspüren. Höchst funktionell und leicht muss alles sein, Bekleidung und Ausrüstung. Wasserdichte Jacken, deren Packmaß auf Taschentuchformat reduziert ist, Bekleidung, die Membranen und innovative Funktionsmaterialien in sich vereint, Klettersteigsets mit Fangstoßdämpfer, die sich an das jeweilige Gewicht des Kletternden anpassen, Multifunktionsrucksäcke mit den ausgeklügeltsten Transportsystemen, ultra-robuste Zelte, die in wenigen Sekunden aufgestellt (besser: aufgeblasen!) sind, federleichtes Campingzubehör mit beinahe mikroskopischem Packmaß, Schuhe, raffiniert bis ins kleinste Teil gearbeitet (ein Patent jagt das nächste…) und natürlich (im wahrsten Sinn des Wortes) anziehende Sport- und Freizeitmode. Für Ohr und Auge ein Schmaus sind die Fashionshows, bei denen männliche und weibliche Models mit Schwung und Elan zu heißen Rhytmen Modekollektionen präsentieren.

Etwa 900 Aussteller aus gut 40 Nationen machen die OutDoor zu dem, was sie ist. Gesprochen wird eine gemeinsame Sprache, ob beim Aushandeln von Lieferverträgen, Austauschen von Meinungen, Teilen von Ideen oder beim Träumen von Dingen, die es (noch) nicht gibt. Der OutDoor INDUSTRY AWARD liefert den besten Beweis für die Fülle an innovativen Produkten, die Jahr  für Jahr auf den Markt kommen. Die Herstellerfirmen übertreffen sich förmlich, um immer am Puls der Zeit zu sein und dem Konsumenten – der zunehmend anspruchsvoller und auch kritischer wird – das Neueste, Kreativste, Bahnbrechendste zu präsentieren.

Mit großer Neugier und einem leichten Anflug von Neid sehen wir jungen Frauen und Männern beim Bouldern zu (große Boulderwand beim Salewa-Messestand). Mit unglaublicher Geschicklichkeit und Beweglichkeit finden sie selbst an den kleinsten Griffen Halt und schwingen sich gewandt in die Höhe. Und dann die Slackliner auf dem Freigelände! Wieviel Zeit und Leidenschaft wurden investiert, um das Gleichgewicht dermaßen zu schulen, um Walks zu zeigen, die an Zirkusakrobatik erinnern.

Die OutDoor 12 überrascht uns mit einer entspannten und gleichzeitig quirligen Atmosphäre. Organisatorisch ist die Messe sowieso gelungen. Die Freigelände bieten u.a. einen GORE Trail Running Parkour, einen aufgeblasenen Riesen-Bergschuh, eine abenteuerliche Zipline und verschiedene Gastronomiestände.

Nicht nehmen lassen wir uns einen Besuch beim Salewa-Grillabend in unmittelbarer Nähe des Messegeländes. Bei Freibier und Live-Musik plaudern wir im Kreise Gleichgesinnter über das tagsüber auf der Messe Erlebte (und bieten gleichzeitig den Mücken ein schmackhaftes Abendessen).

Outdoor zieht an. Bei vielen ist es die Liebe zur Natur und/oder die Suche nach neuen Herausforderungen. Zunehmend mehr Menschen können sich einen herkömmlichen All-Inclusive-Urlaub nicht mehr leisten und entscheiden sich für den preiswerteren (und auch spannenderen) Outdoor-Urlaub. Viele Besucher der OutDoor 12 kommen jedenfalls nach Friedrichshafen, um sich mit Energie und Lebensfreude vollzupumpen und Träume zu kaufen. Träume, die sich früher oder später tatsächlich realisieren lassen!