Das Programm klang vielversprechend, genauso wie die Location. Beides wurde zu mehr als 100 % erfüllt. Abenteuer pur, lässige Teilnehmer aus aller Welt, tolles Staff. Der einzige Miesepeter war das Wetter, es regnete fast drei Tage lang durch. Doch das tat dem Spaß und der guten Stimmung keinen Abbruch. Von so etwas lassen wir uns doch nicht klein kriegen. Aber alles der Reihe nach. Auf geht’s in die Schweiz.

Freitag, 16. September 2016. 4.30 Uhr. Treffpunkt in Bozen. Matthias, Brand Manager von The North Face und Magda, meine Wenigkeit, Pressesprecherin von SPORTLER, haben uns mit vier ausgewählten SPORTLER Kunden verabredet: Chiara und Eugenio, Alberto und Stefano. Alle sind pünktlich. Wir laden alles um und fahren im Kleinbus los. Auf der sechsstündigen Fahrt haben wir Zeit, uns ein bisschen kennenzulernen. Die Strecke durch die Schweiz ist ein herrliches Naturschauspiel, und schon sind wir auch schon da und sehen das Basislager unter einem der 72 Wasserfälle, die im Lauterbrunnental schon mal 300 m in die Tiefe stürzen.

Vielfältiges Programm

Die Festivalteilnehmer können ihr eigenes Programm zusammenstellen und die Aktivitäten aussuchen, die sie am meisten ansprechen. Es gibt von allem ein bisschen: Wandern, Trail Running, Klettern, Gletschertouren, Bungeejumping, Gleitschirmfliegen, Canyoning und Rafting. Zudem stehen Workshops zu verschiedensten Themen und Vorträge von weltbekannten The North Face Athleten an.

Action pur

Nach dem Check-In und dem Aufbauen unserer Zelte geht es um 14 Uhr auch gleich schon los. Chiara und Eugenio gehen klettern, Alberto und Stefano zum Trail Running, Matthias und ich zum Canyoning. Eigentlich sollte es zum Rafting gehen, doch ist der Wasserpegel tief und der Fluss ruhig geworden, zu ruhig für uns Abenteurer. Deshalb geht es ab ins kalte Bergwasser. Ein Dutzend Verrückte aus allen Herren Ländern, die sich bei strömenden Regen mit der Hilfe von zwei sympathischen Schweizer Guides durch Schluchten vorarbeiten. Springen, rutschen, abseilen, waten, schwimmen. Es ist alles dabei, inklusive eine ordentliche Portion Adrenalin natürlich. Eine tolle Sache!

Simone Moro und Tamara Lunger

Am Abend treffen wir sechs uns wieder im Basislager und nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen im Dining Dome geht es rüber zum Big Stage Dome zum Vortrag von keinen Geringeren als Simone Moro und Tamara Lunger. Zwei Ausnahmeathleten, die zum The North Face Team gehören. Wie viele andere Athleten verschiedenster Sportarten, die wir noch in den drei Tagen kennenlernen sollten. Simone und Tamara erzählen von der Winterbesteigung des Nanga Parbat und das Publikum hört bis zum Ende gespannt zu – auch wenn dem einen oder anderen nach diesem ersten aufregenden Tag kurz die Augen zufallen.

Tag 2: Gletschertour auf das Walcherhorn, 3.695 m

Auch dieser Tag fängt früh an. Der Wecker klingelt um 5 Uhr, auf zum Frühstück. Wir treffen uns alle im Activities Dome, um gemeinsam loszuziehen. Zuerst geht es mit dem Bus nach Lauterbrunnen. Dann mit der schmalspurige Zahnradbahn Wengernalpbahn zur Kleinen Scheidegg, wo wir in die Zahnradbahn zum Jungfraujoch steigen. Die zweistündige Zugfahrt entpuppt sich als absoluter Leckerbissen. Die Aussicht ins Tal und auf die Berge des Berner Oberlandes ist phänomenal. Auf einmal steht der Eiger vor dir mit seiner imposanten Nordflanke. Wow! Da bleibt einem einfach die Sprache weg.

Ab der Kleinen Scheidegg ist es eine neun Kilometer lange Bahnstrecke, die fast 1.400 Höhenmetern bewältigt und etwas mehr als sieben Kilometer im Berg (Tunnel). Es geht steil hinauf zum Jungfraujoch. Im Bergstollen selbst gibt es zwei Haltestationen, die einen spektakulären Blick durch Panoramafenster aus der Eigernordwand (!) und in die Gletscherwelt ermöglichen.

An der höchsten Bahnstation Europas auf 3.454 m angekommen, ziehen wir uns wetterfest an und es geht los. Von ganz Nahem sehen wir die Bergriesen Eiger, Mönch, Jungfrau und den längsten Gletscherstrom der Alpen. Das Wetter meint es diesmal gut mit uns und zwischendurch kommt sogar die Sonne durch. Der erste Teil der Tour sieht einfach aus, doch der Weg bis zum Mönchsjoch in der dünnen Luft wird zum Kampf, der zum Glück gut ausgeht und alle können die Tour fortsetzen.

Was natürlich total super wie auch eine Überraschung ist: Der weltbekannte Alpinist Simone Moro ist mit von der Partie. Er übernimmt eine Seilschaft, die beiden anderen übernehmen Chris und Nick.

Wir überqueren ein riesiges Feld, das treffenderweise den Namen „Ewiges Eismeer“ hat. Auf der Hälfte ziehen wir uns die Steigeisen an. Mittlerweile ist es sehr still geworden, denn alle kämpfen wohl etwas mit der ungewohnten Höhe, auf der wir uns fortbewegen. Die Stille ist allgegenwärtig, genauso wie die Schönheit der Landschaft. Der Nebel lässt immer wieder ein kleines Fenster für den einen oder anderen 3.000er und 4.000er frei und zieht spielend über das Eismeer. Auch die Sonne küsst uns immer wieder. Es ist einfach fantastisch. Man fühlt sich schwerelos, Raum und Zeit sind aufgehoben. Ein tiefes Glücksgefühl überkommt mich.

Der letzte Teil führt über eine Querung, unter der sich einige Felsspalten auftun. Huh! Dann endlich der Gipfel. Wir essen und trinken und machen die obligatorischen Erinnerungsfotos.

Der Rückweg gelingt ohne Zwischenfälle, ein kühles Weizen darf dann auf der Mönchsjochhütte auch nicht fehlen. Bevor es mit dem Zug wieder hinunter ins Tal geht, stehen wir noch für eine Gruppe Inder Modell. Wir müssen für sie wohl in unserer Bergausrüstung mit Eispickel sehr exotisch aussehen, wie sie für uns auf 3.500 Höhenmetern…

Mücken und Party

Am Abend treffen wie sechs uns wieder zum Abendessen. Chiara und Eugenio waren klettern, Alberto und Stefano beim Trail Running. Danach geht es gemeinsam zum Vortrag von fünf Kletterern, die es in sich haben. Jacopo Larcher, Hansjörg Auer, Siebe Vanhee sowie die Brüder Iker und Eneko Pou. Sie haben Sibirien bezwungen und dort eine ganze Reihe neue Big Wall Kletterrouten eröffnet. Die größte Herausforderung dabei war wohl (fast) nicht die Wand, sondern die Abermillionen Mücken, die die Jungs 24 Stunden auf 24 belagerten. Das Quintett war sehr unterhaltsam und wir allen hatten großen Spaß mit ihren Erzählungen, Bildern und Videos. Danach ging es mit Livemusik und DJs weiter bis in die frühen Morgenstunden.

Tag 3: Klettern im Trockenen

Es ist Sonntag. Der Wecker klingelt. Ein Glück diesmal nicht vor 6. Es regnet. Tja, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Nach einem reichhaltigen Frühstück geht es zusammen mit Chiara und Eugenio zum Sportklettern nach Interlaken. In der Halle ist es trocken und warm. Herrlich. Wir sichern uns gegenseitig und haben eine gut Zeit. Anwesend sind unter anderem auch Klettergrößen wie Caroline Ciavaldini, Hansjörg Auer und David Göttler.

Gegen Mittag geht es zurück ins Basislager und siehe da: Pünktlich zum Abbauen der Zelte hört es auf zu regnen. Die positive Festivaleinstellung fasst Alberto, der an diesem Vormittag zusammen mit Stefano eine Wanderung mit Tamara Lunger gemacht hat, für uns zusammen: „Wir hatten doch Glück mit dem Wetter: Sowohl beim Aufstellen der Zelte wie auch beim Abbauen hat es nicht geregnet.“

Schlusswort

Das Festival war eine wirklich herrliche Erfahrung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die atemberaubende Landschaft, die vielen gutgelaunten Gleichgesinnten, inspirierende Gespräche, neue Freundschaften, adrenalingeladene Abenteuer. Outdoorherz, was willst du mehr? Never stop exploring. Life is beautiful!

Hier geht es zu den Berichten der anderen Teilnehmer.

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Das Motto von The North Face: Never stop exploring!

The North Face rüstet dich für deine Abenteuer aus. Sei es beim Klettern wie beim Wandern, beim Trail Running wie beim Skifahren, beim Skitourengehen wie beim Schneeschuhwandern. Natürlich ist auch für Fashion in der Freizeit gesorgt.
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