Im Sommer Downhill, im Winter Eisklettern. Dies sind die zwei Leidenschaften des jungen Tiroler Benedikt Purner. Bei der Multivisions-Show in der SPORTLER Alpin Filiale in Innsbruck führte er in die interessante Welt des Eiskletterns ein und erzählte von seinen Expeditionen in Norwegen und Tibet.

Benni Purner am Larsbergseacliff

Benni Purner am Larsbergseacliff

Der ambitionierte AustriAlpin Athlet klettert seit über 15 Jahren (Mixed bis M13, WI 7+) und zählt derzeit zu einen der besten Eiskletterer Österreichs. Benni selbst sagt, Klettern sei die kreativste Art der Fortbewegung. Und diese Art der Fortbewegung scheint ihm auch besonders zu liegen. Zu seinen größten Erfolgen zählen viele Erstbegehungen in den besten Eisklettergebieten Europas. Am Freitagabend, 23. Oktober, hat er in der SPORTLER Alpin Filiale in Innsbruck von seinen Expeditionen in Norwegen und China erzählt.

Eisklettern im hohen Norden

Warum gerade Norwegen? Weil man weit nördlich des Polarkreises auf eine andere Welt trifft. Diese Welt scheint wie erstarrt zu sein. In ihrer Ruhe und Einsamkeit scheint die Zeit anders zu verlaufen. Gemeinsam mit Albert Leichtfried brach Benni in den Jahren 2010 und 2014 nach Norwegen auf. Die Temperaturen lagen unter -20 Grad Celsius. Für einen abenteuerlichen Eisklettertrip genau das Richtige. Der Winter im Norden Norwegens war ähnlich wie in Österreich. Nach einem sehr frühen Schneefall folgte eine Trockenperiode mit Südwinden über drei Monate. Immer wieder wechselten arme mit sehr kalten Perioden und dies ließ in der gesamten Region nordöstlich von Tromsø Eislinien entstehen, welche sich nur äußerst selten formen. Benni und Albert waren ziemlich wählerisch und suchten sich nur die längsten und formschönsten Formationen aus. Meist auf dünnen Glasuren bewegten sie sich vom Meer weg bis auf über 800 Meter Seehöhe und konnten einige schier endlose Linien klettern. Dabei blieben sie ihrem Stil treu und hinterließen alle Routen ohne Bolts und Haken – clean. Nach solch intensiven Erlebnissen wird es einem doch klar, warum es einen immer wieder in solche Regionen zieht. Am Ende ihres Trips hatte das Duo zwölf Erstbegehungen in der Tasche.

Auf dünnem Eis in Tibet

Auf der Suche nach Unbekanntem zog es Benni und Albert ins ferne Asien, nach Tibet, östlich des Himalaya. Dort scheint die Welt noch stillzustehen und die Menschen leben einfach, wie von jeher. Im 38 km langen Shuangqiao Tal, dem „Tal der zwei Brücken“, fanden sie, wonach sie gesucht hatten – Eislinien, soweit das Auge reicht. Mächtige, bis zu 6000 Meter hohe Berge ragten links und rechts empor. Das Tal liegt auf 3500 Meter und damit für die beiden zum Klettern ungewohnt hoch – eine Herausforderung, auf die sie sich erst einstellen mussten. Schließlich gelangen ihnen aber auch einige neue Routen. Benni erzählte mit aufregenden Bildern von ihren Tagen in Tibet, den sportlichen Erfolgen und vor allem von der Bekanntschaft mit einer neuen und gänzlich anderen Kultur.

Weltprämiere des Eisgeräts K.ice.R

Am Freitag feierte das messerscharfe und präzise Eisgerät K.ice.R Weltprämiere. Rainer Stingl von AustiAlpin präsentierte das K.ice.R, welches in dieser Wintersaison sein Debut feiert. Das Besondere an diesem Gerät: Die standardmäßig montierte Eisklinge ist in wenigen Handgriffen durch eine Mixedklinge ersetzbar und macht das K.ice.R somit zum perfekten Begleiter im Fels und Eis. Benedikt Purner hatte bereits die Chance es zu testen.

Benni Purner (Mitte) mit den Jungs vom SPORTLER Team

Benni Purner (Mitte) mit Rainer Stingl von AustriAlpin (zweiter von links) und den Jungs vom SPORTLER Team

Exklusiv für SPORTLER Vorteilskunden: Das Eisgerät K.ice.R ist ab November exklusiv bei SPORTLER Alpin Innsbruck erhältlich. Beim Kauf eines K.ice.Rs erhältst du als Vorteilskunde einen personalisierten Karabiner kostenlos dazu.

Einige Eindrücke vom Event: