Von Israel nach Sizilien: „Der Giro startet neu“

>Von Israel nach Sizilien: „Der Giro startet neu“

Der erste Teil des 101. Giro d’Italia ist Geschichte. Am frühen Montagmorgen, um fünf Uhr und nur wenige Stunden nach dem Ende der dritten Israel-Etappe, saßen viele der Radfahrer bereits im Flugzeug. Das Ziel des Giro-Trosses: Sizilien, genauer gesagt Catania. Dort betritt der Giro d’Italia sein Heimatland.

(Bild: Veloimages) Patrick Konrad beim Giro d’Italia 2018 für das Team Bora Hansgrohe

Es gehört mittlerweile schon zur Tradition, dass der Giro in einem fremden Land gestartet wird. Wurde der Auftakt in der Vergangenheit in Irland oder den Niederlanden gefahren, war heuer Israel an der Reihe. Für viele Teilnehmer im Vorfeld ein mulmiges Gefühl, doch nach den drei Etappen im Nahen Osten war man voll des Lobes. Trotzdem freuen sich jetzt alle auf Italien. Auf die heißblütigen italienischen Fans.

“In Italien ist der Radsport zuhause”

Ordentlicher Auftakt für Konrad im Nahen Osten

Der 26-Jährige, der für das deutsche Bora-Hansgrohe-Team fährt, hat einen guten Auftakt in Israel hinter sich: „Ich bin zufrieden und gut rein gestartet in den Giro. Man hat gesehen, dass sich die Israelis über unseren Besuch gefreut haben. Außerdem gab es viele Zuschauer.“

Der Auftakt, das ist etwas vom Wichtigsten überhaupt bei einer langen Rundfahrt. Den muss man gut erwischen. Ansonsten muss man von Beginn an hinterherfahren. Dazu kommt Punkt 2: gesund bleiben. Anders als im Vorjahr, wo er Pech hatte und mit einer Erkältung kämpfen musste, ist Konrad heuer topfit. Und zudem sehr entspannt. Nach dem Ende der Israel-Etappen gönnte er sich, zusammen mit seinen Kollegen Felix Großschartner und Christoph Pfingsten, eine Runde FIFA an der Playstation.

Mit dem Start in den heurigen Giro ist er zufrieden. 35 Sekunden hat er auf den bisher Gesamtführenden Australier Rohan Dennis verloren, drei weniger als Giro-Favorit Chris Froome aus Großbritannien. In der Zwischenwertung liegt Konrad auf Platz 17. Alles im Lot also, denn seine Stärken wird der Niederösterreicher erst dann richtig ausspielen können, wenn es Richtung Norden geht. Und außerdem:

“Jetzt in Sizilien startet der Giro neu!”

(Bild: Bettini)

(Bild: Bettini foto) Jetzt in Sizilien startet der Giro neu!

Relax und Essen am freien Tag

Natürlich gibt es beim Giro auch Ruhepausen und freie Tage. Und die sind auch bitter notwendig.

  • Aber was macht ein Radprofi an einem Ruhetag, vor allem wenn an diesem Tag ein anstrengender Transfer von Israel nach Italien ansteht?

„Das Aufstehen um fünf, dazu der Flug. Es war schon sehr anstrengend“, sagt Konrad über den ersten radfreien Tag beim heurigen Giro. Wobei „radfrei“ auch nicht richtig ist. Eineinhalb Stunden lang wurde in Sizilien bereits trainiert, dazu haben sich die Athleten das Ziel der Dienstag-Etappe angesehen. In der wenigen Freizeit, spielten Patrick Konrad & Co. den Touristen: „Wir haben uns den Ätna angesehen.“ Danach das Übliche für einen Radprofi: Massage beim Physiotherapeuten, relaxen, Abendessen.

  • Und dann?

„Fertig“, lacht Patrick Konrad, „immerhin war der Tag schon anstrengend genug.“

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2018-06-11T11:03:07+00:00

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