Natural Running: Pro und Contra des Barfußlaufens

>Natural Running: Pro und Contra des Barfußlaufens

Es ist nach wie vor ein äußerst umstrittenes Thema, das viele Läufer in zwei Lager teilt. Sind Hightech-Funktionsschuhe die gesündeste Option für Jogger? Oder sollte man lieber ganz auf Schuhwerk verzichten? Wir beleuchten beide Seiten der Diskussion rund ums Natural Running.

Natural Running Barfußlaufen

Ist Barfußlaufen nun gesund oder nicht? Wir verraten es dir in unserem Beitrag… (Foto: REX)

Beim Thema Barfußlaufen scheiden sich die Geister. Manche Läufer sind felsenfest davon überzeugt, dass das Joggen in möglichst leichten Zehenschuhen – oder am besten barfuß – die Leistungsfähigkeit erhöht und außerdem deutliche Vorteile für die Muskulatur mit sich bringt. Andererseits scheint es so, als ob viele Marathonläufer und Olympioniken bei jedem Wettkampf in brandneuen, weiterentwickelten Hightech-Schuhen an den Start gehen. Diesen Eindruck verbreiten zumindest auch internationale Hersteller, die uns jede Saison durch ausgefallen klingende Funktionen zum Kauf ihres neuesten Laufschuhs überzeugen wollen. Gibt es für diese Diskussion eine Pauschalantwort? Sicher nicht, wir zeigen das Pro und Contra auf.

Orthopädischer Hintergrund

Viele Orthopäden sind sich darin einig, dass das Barfußlaufen theoretisch am gesündesten ist. Dabei stärkst du nämlich Fußgewölbe, Fußmuskulatur und -spannung, sowie Bänder und Sehnen, was den Fuß stabilisiert und vor Verletzungen schützt. Falsch geformte oder zu enge Laufschuhe können den Fuß stattdessen unnatürlich umformen, was auch für die Becken- und Rückenmuskulatur schwerwiegende Folgen haben kann.

Beim Laufen ohne Schuhe verschiebt sich außerdem die Belastung des Aufpralls von den Fersen hin zum Vor- und Mittelfuß, was wiederum die Knie entlastet. Besonders, wenn du aufgrund von Knieproblemen hin und wieder Laufpausen einlegen musst, könnte das Barfußlaufen also eine sinnvolle Alternative sein. Auch wenn Sportschuhe generell als Schutzmaßnahme für den Fuß angesehen werden, schützt kontrolliertes Natural Running eigentlich besser und ermöglicht es dir sogar, schneller zu laufen.

Achte auf einen schonenden Wechsel

Da die wenigsten von uns bereits seit Kindestagen ausschließlich barfuß unterwegs sind, solltest du den Wechsel zum Natural Running jedoch vorsichtig angehen. Von einem Tag auf den anderen die teuren Laufschuhe in den Mülleimer zu verbannen, macht schließlich wenig Sinn – und bringt auch gesundheitliche Risiken mit sich.

Um deinen Fuß langsam von festem Schuhwerk auf’s Barfußlaufen umzugewöhnen, solltest du zunächst kurze Laufeinheiten auf möglichst weichem, federnden Boden einplanen. Eine kurze Runde durch den Wald – oder im Idealfall, ein flotter Lauf am Strand – sind geeignet, um der Fußmuskulatur die Umstellung auf erhöhte Belastung zu erleichtern. Falls du dabei keine Probleme oder Schmerzen verspürst, kannst du das Barfuß-Pensum langsam erhöhen.

Barfuß in der Stadt unterwegs?

Besonders beim Laufen in Großstädten kann der Gedanke an Natural Running zunächst abschreckend wirken. Schließlich hat niemand Lust darauf, sich die Füße auf pieksenden Kieseln und rauem Asphalt wund zu laufen. Daher nutzen viele Hobby- und Profisportler sogenannte Zehenschuhe, die sich wie eine zweite Haut dem Fuß anpassen und minimalen Schutz bieten. Auch Hersteller wie Nike, Adidas und Brooks haben leichte und flexible Laufschuhe im Programm.

Für übergewichtige Läufer und Menschen, die an orthopädischen Problemen leiden, sind Barfußschuhe jedoch nicht geeignet. Daher solltest du dich beim Kauf gut beraten lassen, und gegebenenfalls einen Orthopäden zu Rate ziehen.

Lust auf ein natürliches, verbessertes Lauferlebnis? Eine große Auswahl an Natural Running Schuhen findest du hier im SPORTLER-Onlineshop.

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2019-02-12T15:00:10+00:00

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